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Panama Kanal


Ein Desaster für Frankeich - ein Triumpf für die USA


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Eine Wasserpassage zwischen Atlantik und Pacifik war schon lange ein Traum der Seefahrer. Die Passage um das Kap Horn war lange und gefährlich. Schon 1513 entdeckte Vasco Nunez de Balboa, dass bei Panama die beiden Ozeane nur wenig Land trennte (70 km). Vasco war auf der Flucht vor dem Galgen und suchte das sagenumworbene Perlen- und Goldland.
Schon Karl V. dachte an einen Kanal, deshalb befahl er dem Governeur von Panama 1534 eine Route entlang dem Chagres-Fluss zu suchen.

Aber nach dem Abschluss der Untersuchung stellte der Governeur fest: unmöglich.
Damit blieb der Kanal für Jahrhunderte nur ein Traum.
Erst 1848 mit dem Goldrausch in Kalifornien und den Massen von Menschen und Material - die zumeist die Panama Eisenbahn benutzten - kam der Gedanke an einen Kanal wieder auf.
Initiiert wurde der neue Kanal durch US-Präsident Ulysses S. Grant (1869). Dieser war Armeeoffizier und führte die 4. Infantriedivision quer durch Panama nach Kalifornien. Unterwegs wurden viele Soldaten und deren Familien durch Cholera getötet. Im gleichen Jahr (1869) beauftragte er die Marine eine Meerespassage zu finden.Mehrere Landstriche (Mexico, Nicaracua, Panama) wurden untersucht. Die Ergebnisse kamen 1876 zum Schluss: der Kanal sollte durch Nicaracua gabaut werden. Aber Grant baute den Kanal nicht. Sein Nachfolger William McKinley startete ebenfalls eine Untersuchung. Wieder gewann Nicaracua. In der Zwischenzeit nahm Frankreich das Heft in die Hand.

Die französische Gesellschaft für Geografie organisierte 1876 ein Komittee, das Wissenslücken über Zentralamerika schliessen sollte; das Ziel dabei war, eine Meerespassage zu bauen. Das Komittee war eine Aktiengesellschaft (La Societe Civile Internationale du Canal Interoceanique de Darien), Präsident wurde Ferdinand de Lessaps. Der Marine Leutnant Lucien B. Wyse (ein Enkel Bonaparts) führte die Expedition an. Wyse brachte 1877 mehrere Routen mit. Aber alle wurden von De Lesseps zurückgewiesen: zu viele Tunnel und Staudämme. Wyse ging zurück zum Isthmus und untersuchte weitere Routen. Seine neuen Vorschläge: San Blas Route und Limon Bay Route. Die zweite Route folgte der Panama Eisenbahn und entspricht dem heutigen Kanal. Allerdings war ein 7720 m langer Tunnel durch die Kontinentalscheide zu bauen. Mit diesem Vorschlag wurde am 20. März 1878 ein Vertrag mit der Regierung von Kolumbien unterzeichnet (Wyse Concession). Die franz. Societe erhielt hierin das Exclusivrecht für einen Kanalbau mit Rückgabe nach 99 Jahren an den kolumbischen Staat.

Ferdinand de Lessepes wurde am 19.11.1805 in Versailles geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und begann seine diplomatischen Tätigkeiten bereits 1825 in Tunis, später in Ägypten, Rotterdam, Malaga, Barcelona und in Madrid. Während seiner Zeit als Vizekonsul (1832-37) in Ägypten begann er mit der Planung eines Kanals, der die Meerenge von Suez durchqueren sollte. Die ersten Arbeiten am Suezkanal wurden am 25. April 1859 begonnen und der Kanal offiziell am 17. November 1869 eingeweiht. In Kairo wurde dafür eigens ein Opernhaus gebaut und Verdi war beauftragt, dafür eine Oper zu schreiben: 'Aida' wurde bei den Eröffnungsfeiern uraufgeführt.

Um die Öffentlichkeit auf die grossen erforderlichen Geldmittel vorzubereiten, wurde am 15. Mai 1879 in Paris ein spezieller Kongress einberufen. De Lesseps stellte seine geplante Route vor und erhielt Zustimmung (74 Ja- und 8 Nein-Stimmen).
Am 17. August 1879 wurde die "Compagnie Universelle du Canal Interoceanique de Panama" von de Lesseps gegründet. Der erste Spatenstich erfolgte am 1. Januar 1880 am Rio Grande mit einer grossen Zeremonie. Eine andere Zeremonie war der symbolische Durchstich durch die Kontinentalscheide am 10. Januar 1880 bei Gold Hill. De Lesseps war kein Ingenieur, aber er verstand es die Leute zu begeistern, vorallem die Aktionäre. Viel Zeit gab De Lesseps seinen Planern nicht um die Technik etc. zu klären. Das "Kochbuch" für den Bau des Kanals war deshalb sehr dünn.
Die Baukosten wurden mit 843 Mio Francs geplant. Nicht eingeschlossen in dieser Planung waren die Bauzinsen, die Bankengebühren und die Bauleitung. Außerdem wurde nur die Hälfte der auszuhebenden Erdmassen angesetzt.
 
Der erste franz. Bautrupp landete am 29. Januar 1881 in Panama unter der Leitung von Armana Reclus. Reclus setzte für Vorbereitungsarbeiten ein Jahr an; viel zu kurz, da die einheimische Bevölkerung nicht mithalf und der dichte Dschungel nur ein langsames Vorankommen ermöglichte.
Nach 10 Monaten starb Reclus an Malaria. Die Arbeit wurde fortgeführt. Um alle Geräte und Arbeiter zu transportieren kaufte De Lesseps die Panama Eisenbahn - für 25.000.000$ (1/3 des Grundkapitals der Firma)
Mit Zunahme der herangebrachten Fremdarbeiter stieg auchdie Zahl der Toten durch Krankheiten. Im Juni 1881 wütete die erste Gelbfieberepidemie. Daraufhin wurden zwei Hospitäler gebaut. Da noch nicht der Zusammenhang zwischen der Stechmücke und den Krankheiten Malaria/Gelbfieber bekannt war, trug die Hospitalanlage durch ihren Bau mit vielen Pflanzen und Wasserkanälen zur Ausbreitung der Krankheiten bei. Nach einiger Zeit sprach sich der Zusammenhang zwischen Hospitalbesuch und Tod herum - niemand wollte mehr ins Krankenhaus.
1883 waren ca. 10.000 Menschen am Panama Kanal tätig, 1884 waren es 19.000 Personen. Die meisten Arbeiter kamen aus Jamaika. Beim Bau des Tunnels durch die Kontinentalscheide schlug das Klima Panams zu. Geröllawinen schütteten den ausgebaggerten Kanal immer wieder zu.
 
Ende 1885 war nur 1/10 des geplanten Kanals fertig und die ständigen Erdrutsche brachten den Durchstich ins Wanken. 1885 erreichte die Anzahl von Gelbfieber/Malariatoten ihren Höhepunkt. Das Management vor Ort berichtete den Zustand nach Paris und schlug vor, den Kanal nicht mehr zu bauen und stattdessen einen künstlichen See mit Stauwerk zu bauen, der später vertieft werden konnte. Ein Komitee kam vor Ort um die Situation zu prüfen. Der Vorschlag war anstelle des Tunnels insgesamt 10 Staustufen zu bauen. De Lesseps stimmte den Plan nach längerem Zögern zu. Gustave Eiffel (Erbauer des Eiffelturms in Paris) wurde mit der Konstruktion der Staustufen beauftragt. Die erste Staustufe wurde am 15. Januar 1888 gebaut. Doch dann kam alles zum Stillstand - das Geld war alle. Der Kanalbau hatte bis jetzt schon 1.4 Mrd. Francs verschlungen. Eine neue Anleihe zur Finanzierung wurde nicht angenommen. Die letzte Aktionärsversammlung fand im Januar 1889 statt und beschloss die Auflösung der Firma. Am 15. Mai 1889 war alles beendet. Vorher hatten einige jüdische Bankiers durch Bestechung zahlreicher Politiker und Journalisten eine Lottereianleihe zu Gunsten der Panama-Gesellschaft im Parlament verabschiedet. Die Regierung hielt die Verluste geheim und mußte 1892 zurücktreten. In Frankreich kam De Lesseps vor Gericht und wurde wegen Betrug und Missmanagement zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen seiner schlechten Gesundheit musste De Lesseps die Strafe allerdings nicht antreten.
In einem zweiten Prozess wurde De Lesseps zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. 6 Monate davon verbrachte er in einer Zelle, den Rest im Krankenhaus.
Aber der Kampf um einen Kanal ging weiter.
Nach dem Bankrott der Lesseps`schen Unternehmen kam der Plan des franz. Ingenieurs Gustave Sautereau zur Diskussion. Sautereau legte schon im Dezember 1888 auf Grund der Probleme beim Bau des Kanals seinen Plan der Panamakanal-Gesellschaft vor. Sein Plan sah vor den Rio Grande und den Rio Chagres zu einem grossen Binnensee in einer Höhe von 32 m aufzustauen und zwei grosse Schleusen am Atlantik und Pazifik zu bauen (mit 28 m Gefälle). Er sah die Kosten hierfür bei ca. 400 Mill. Goldfranken und einer Bauzeit von ca. 2 Jahren. Hierfür wurde ein eigenes Unternehmen gegründet, welches untersuchen sollte, wie die Weiterführung des Kanalbaues erfolgen könnte. Aber auch ohne Erfolg.
 
Nach dem sich die Franzosen zurückgezogen hatten, kam wieder die Stunde der USA. Die "Wyse Concession" erlosch 1893, deshalb verhandelte Wyse eine 10-Jahre Verlängerung. Daraufhin wurde die neue "Panama Canal Co." (Compagnie Nouvelle de Canal de Panama) am 20. Oktober 1894 gegründet. Das Gründungskapital betrug 12.000.000 $, zu wenig um die Bauarbeiten aufzunehmen, aber genug um die Hoffnung am Leben zu erhalten viele Aktionäre zu finden, die bereit waren Geld für den Fortbestand des Kanals zu geben - als französisches Projekt. Am 9. Dezember 1894 begann der erste Spatenstich. Mehr oder weniger ohne technisches Konzept. 1897 arbeiteten immerhin 4.000 Menschen am Kanal. Am 16. November 1898 präsentierte ein technisches Komitee die Studie für einen Kanal. Der Plan ähnelte dem späteren Plan der USA von 1914 und sah zwei künstliche Seen mit 16 Staustufen vor. Aber auch hier fehlte es an Geld. 1898 war schon die Hälfte davon aufgebraucht. Die Firma hatte nun 2 Möglichkeiten: Aufgabe oder Verkauf. Der Verkauf siegte. Alles wurde an die USA verkauft. Der US-Präsident McKinley favorisierte allerdings einen Kanal durch Nicaraqua, schon deshalb, um alle Probleme - die die Franzosen zum Aufgeben brachten - zu umgehen. Der US-Senat votierte am 19. Juni 1902 für eine Route durch Panama. Nach der Ermordung von McKinley kam Theodore Roosevelt an die Macht - und der beauftragte den Kanalbau als unbedingt notwendig für die zukünftige Weltmacht USA.
 
Nun begannen Verhandlungen zwischen Kolumbien und den USA über den Bau des Kanals. Aber der ausgehandelte Vertrag wurde von der kolumbianischen Regierung abgelehnt. Roosevelt wollte den Kanal, aber lehnte weitere Verhandlungen ab. Stattdessen unterstützte er die "Bewegung für die Unabhängigkeit Panams" von Kolumbien. Er schickte 8 Kriegsschiffe aus und blockierte Panama City. Ausserdem schickte er Landtruppen. Panama erklärte seine Unabhängigkeit von Kolumbien am 3. November 1903. Ein neuer Vertrag zwischen den USA und Panama wurde ausgehandelt (23. Februar 1904). Der Vertrag übertrug der USA die Herrschaft über die Kanalzone, ein Bereich, ca. 10 km links und rechts vom Kanal. Panam erhielt hierfür 10 Millionen $.
Unter den Amerikanern und durch die Besetzung Panamas wurde schliesslich der Kanal 1914 fertig. Insgesamt dauerte der Bau der Seeverbindung 34 Jahre - vom Anfang 1880 an gerechnet. Franzosen und Amerikaner wendeten 639.000.000 $ auf und beschäftigten 80.000 Menschen. Davon starben 30.000 Menschen an Unfällen und Krankheiten.
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