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Die Badenwerk AG (EnBW)


gegründet in der grossen deutschen Inflation


Aktie
Bestell-Nr.: DM21
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Aktie
Bestell-Nr.: DM22b
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Bild
Bestell-Nr.: DM22
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Das Badenwerk wurde 1921 als Badische Landeselektrizitätsversorgung AG gegründet.
Heute besteht es aus den Teilen:
- EnBW Kraftwerke AG
- EnBW Kernkraft GmbH
- EnBW Trading GmbH
- EnBW Transportnetze AG
- EnBW Regional AG
- EnBW Vertiebs- und Servicegesellschaft mbH
- Yello Strom GmbH
- Gasversorgung Süddeutschland GmbH
- EnBW Gas GmbH
- EnBW Energy Solutions GmbH
- EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH
- U-plus Umweltservice AG
 
In einem der schönsten Täler des Nördlichen Schwarzwaldes liegt Forbach. Hier wurde das erste KW des Badenwerkes gebaut (Rudolf-Fetteis-Werk). Die alte Forbacher Brücke wurde vor über 400 Jahren gebaut, vom Hochwasser zerstört und vor 200 Jahren wieder aufgebaut. Sie ist mit 38 m die grösste Holzbrücke dieser Art in Europa und steht in dieser Form seit 1778.
In Forbach stehen ca. 14 Mill. m3 Wasser zur Stromgewinnung bereit.
 
Die Schwarzenbach-Talsperre liegt auf einer Höhe von 668 Metern zwischen der Schwarzwaldhochstraße und dem Murgtal. Der Stauseee ist mit zwei Kilometern Länge der größte See im Nord- und Mittelschwarzwald. Das Wasser wird in unter- und oberirdischen Druckrohren zur Stromgewinnung in das Elektrizitätswerk nach Forbach (Rudolf-Fettweis-Werk/EnBW) geleitet. Erbaut wurde die Talsperre von 1922 bis 1926. Mitunter arbeiteten bis zu 2 000 Menschen, darunter viele Handwerker aus Italien, an dem Bauwerk. Die Granitsteine wurden aus umliegenden Steinbrüchen gebrochen. Da es anfangs an Dynamit mangelte, wurde mit flüssiger Luft gesprengt. Die Schwergewichtsmauer mit einem Volumen von 285 000 Kubikmetern gilt bis heute als Pionierleistung im deutschen Staumauerbau. Durch seine idyllische Lage, umrahmt von Schwarzwaldbergen, ist der See im Sommer wie im Winter ein beliebtes Ausflugsziel. Von Mai bis September kann man rudern oder Tretboot fahren. Einen herrlichen Blick über den See genießt man von der Hotel- und Restaurant-Terrasse. Auf mehreren Schautafeln entlang des Uferweges werden technische Daten sowie die Baugeschichte dargestellt. Circa drei Kilometer oberhalb der Talsperre liegt einer der schönsten eiszeitlichen Karseen, der Herrenwieser See.
1935 wurde der Stausee erstmals entleert, um die Staumauer zu warten. Nach Ausbruch des 2. Weltkriegs wurde die Schwarzenbachtalsperre zum Ziel amerikanischer und englischer Bombenangriffe; am 19. Juli 1944 wurde die Staumauer bei einer Bombardierung leicht beschädigt. 1952 wurden nach einer erneuten Entleerung des Sees umfangreiche Sanierungen vorgenommen. Von 1988 bis 1992 wurde der Kontrollgang im Innern der Staumauer verlängert, um den Sohlenwasserdruck besser kontrollieren zu können.
 
Funktion der Talsperre
Herrscht ein Überschuss in der Elektrizitätserzeugung (hauptsächlich in der Nacht), wird das Wasser von der Murgtalsperre in Kirschbaumwasen, über das Krafthaus in Forbach, in den Stausee gepumpt. Bei Energiemangel (während des Tages) wird das Wasser aus dem Stausee zur Stromgewinnung über die Wasserturbinen des Rudolf-Fettweis-Werks zurück in das Ausgleichsbecken in Forbach geleitet. Über einen Druckstollen von 1,7 km Länge wird das Wasser von der Staumauer zu einem Wasserschloss geführt. Der Weg des Wassers setzt sich anschließend oberirdisch in einer ca. 900 Meter langen Druckleitung fort und endet an den Turbinen des Kraftwerks Forbach.
Technische Daten des Wasserkraftwerkes
Die Gewichtsstaumauer ist 400 Meter lang und 65 Meter hoch. Der See ist über 2 km lang. Der Auslegungs-Staupegel liegt auf 668,5 Meter ü. NN, dabei speichert der See 14,4 Millionen Kubikmeter Wasser. Am Grund der Staumauer gibt es einen Grundablass zur Entleerung des Stausees, die 2 Monate und 14 Tage dauert. 24 Öffnungen unterhalb der Dammkrone stellen sicher, dass bei Hochwasser die Mauer nicht überlastet wird. Auf der Seeseite dient ein Wasserentnahmeturm der Wasserentnahme für den Druckstollen. Betreiber ist die EnBW Kraftwerke AG. Das gesamte Stauseesystem wurde nach dem früheren Vorstand der Badenwerk AG, Rudolf Fettweis, der am Bau der Anlagen beteiligt war, Rudolf-Fettweis-Werk genannt. Standort ist Forbach.
 
Etwas zur Geschichte der Forbacher Brücke.
Bevor die jetzige Brücke gebaut wurde, gab es bereits eine Reihe von Brücken über die Murg. Aber die meisten von ihnen wurden durch das Murghochwasser wieder weggerissen. Die heutige Brückenform stammte vom Karlsruhe Ingenieur Otto Lindemann. Zum Bau der Brücke wurden insgesamt 150 (!) uralte Eichen gefällt, die 2.700 m Eichenbalken für die freitragende Konstruktion gaben (40 m Länge). Die Brücke ist mit Schindeln gedeckt. Zur Finanzierung des Brückenbaues erhoben die Gemeinden Forbach, Bermersbach und Gausbach einen Brückenzoll. Die Brücke wurde von Fußgängern, Holz- und Weinfuhrwerken, 1796 von französischen Truppen und 1814 von russischen Kosaken überquert. Dies hielt die Brücke alles aus. Als aber Panzer und Geschütze im Weltkrieg II darüber rollten, war es aus - die Brücke senkte sich um 50 cm.
Am 22. Juli 1954 musste sie gesperrt werden. Sie sollte daraufhin abgerissen und durch eine Betonkonstruktion ersetzt werden. Aber engagierte Bürger verhinderten dies. Für 300.000 DM wurde 1954 die Holzbrücke neu gebaut. Im Stirnbalken steht der Spruch: "1954 - Durch Zeit und Krieg war ich beinahe verloren, durch Bürgersinn, Staat und Spenden ward ich wieder neu geboren - 1955".
 
Die Aktien und die Geschichte
Die Landkarte der Stromwirtschaft glich bis zur Liberalisierung einem Fleckenteppich. Die Gebiete der Stromunternehmen sahen aus wie kleine Herzogtümer. Hier hatten sie das Sagen - als eines der letzten Monopole. Diese fielen erst mit dem Energiewirtschaftsgesetz. Theoretisch blieben zwar die Kunden dem bisherigen Stromlieferanten verbunden, aber der Strom selbst konnte von wo anders her kommen. So könnte ein Hamburger nun auch Strom vom Badenwerk beziehen. Das Gesetz schreibt Trennung zwischen Stromerzeugung, Netzbetrieb und Verkauf vor. Die alten EVU`s bilden heute meist nur eine Holding.

Grossherzog Friedrich von Baden überliess der Privatwirtschaft und den Kommunen die Stromerzeugung. 1890 gab es in Baden 155 E-Werke in 61 Gemeinden; davon hatte Mannheim allein 34 Stück. Dies waren alles Blockstationen, die Gleichstrom in die nächste Umgebung lieferten (300-500 m).Erst das 1898 am Hochrhein gebaute KW Rheinfelden lieferte 10 000 KW und war damit das grösste Wasserkraftwerk Europas. Die Finanzierung erfolgte durch Grossbanken, die der AEG nahe standen. Hauptkunde war die AEG-Tochter Elektrochemische Werke Bitterfeld und die Schweizerische Aluminiumindustrie AG, die neben dem Kraftwerk grosse Betriebe errichtete. Auch "Persil" wurde in Rheinfelden produziert. Die Konzession für Rheinfelden wurde unbefristet erteilt und das weckte den Hunger auf noch mehr KW. So wurde 1904 das KW Laufenburg gebaut. Aber dann kam der Umweltschutz auf, weil diesem KW die dortigen Rheinstromschnellen zum Opfer fielen. Diesem Schutz des Hochrheins trug dann auch die Regierung in Karlsruhe Rechnung (zwischen 1906-1908). Die Unterstützung ging weg von der Grossindustrie hin zum Gemeinwohl.
Erster Schritt hin zur eigenen Landesstromversorgung war das Murgwerk in Forbach, das 1919 fertig wurde. 1921 wurde die Gründung der "Badischen Landeselektrizitätsversorgung AG" beschlossen. Bis 1937 waren alle Landesteile mit Strom versorgt. Nach dem Weltkrieg II waren das 744 Gemeinden.
Anders war das in Württemberg. Hier gab es kein dem Badenwerk vergleichbares Verbunduntenehmen. Es gab vielmehr kleine Unternehmen, die den Gemeinden gehörten. Der württembergische Staat hatte keine nennenwerte eigene E-Wirtschaft, er förderte stattdessen die dezentrale Stromwirtschaft. Erst 1938 wurde das zentrale Unternehmen Energie-Versorung-Schwaben (EVS) gegründet, deren Gesellschafter aber auch wieder die Kommunen waren.
 
1926 wurde das Leitungsnetz fertiggestellt, das die Wasserkraftwerke am Hochrhein und im Schwarzwald mit den Kohlekraftwerken in Mannheim verband. In Mannheim erfolgte der Anschluss an die von RWE nach Süddeutschland verlegte Stromleitung. Dieser Anschluss an das süddeutsche Stromnetz war für die RWE sehr wichtig. Kurz vor seinem Tode liess der RWE-Gründer Hugo Stinnes 1924 eine 220 KV-Leitung nach Süddeutschland projektieren. Er hatte Angst die RWE-KW würden bald ohne Braunkohle dastehen. (Siehe auch die Beschreibung in Walchensee-KW).
 
Das Badenwerk feierte 1996 (wie auch das Bayernwerk) das 75jährige Jubiläum. Beide hatten das Ziel, ihrem Land eine sichere und preisgünstige Stromversorgung zu geben. Aber beide hatten einen grossen Nachteil: sie hatten keine Kohle, also mussten sie auf Wasserkraft und Kernenergie zurückgreifen.
Im Norden von Baden (Mannheim) gab es allerdings Kohlekraftwerke. Die Kohle wurde auf dem Rhein herangeschaft.
1912 wurde ein Gesetz zum Bau des Murgkraftwerkes in Forbach beschlossen. Der hohe Bedarf erforderte gleich eine Erweiterung - das Schwarzenbachwerk als zweite Staustufe. Dieses Murgwerk in Forbach bildete 1921 das Herzstück und das grundkapital des "Badenwerkes". In diese Badenwerk-Gesellschaft brachte das Land alle staatlichen Anlagen zur Stromgewinnung ein und verpflichtete sich, das gesamte Grundkapital stets im Staatsbesitz zu belassen. Erst 1970 hob der Landtag diese Vorschrift auf.
 
Der Karlsruher Rheinhafen wurde am 1.mai 1901 eröffnet. Im Jahre 2001 feierte er deshalb sein 100jähriges Bestehen. Heute gehört ere zu den grössten deutschen Binnenhäfen. Die offizielle Eröffnung wurde auf das Jahr 1902 verschoben, auf das 50jährige Regierungsjubiläum des allseits beliebten Grossherzogs Friedrich I.
Auch das städtische Elektrizitätswerk von Karlsruhe wurde am neuen Rheinhafen im gleichen Zeitraum gebaut. Neben Strom liefert es auch heute noch zusammen mit dem Rheinhafendampfkraftwerk des Badenwerkes Heisswasser für das Fernwärmenetz von Karlsruhe.
Im Gegensatz zu heute, waren die Versorgungsbegiete der Stromlieferanten noch nicht abgesteckt. Jeder Stromversorger musste also befürchten, dass die Konkurrenz in der Nachbarschaft einsteigen wollte. Deshalb wurde behindert wo es nur ging. So verhinderte der preussische Staat jahrelang das Vordringen der RWE. Ein Streitpunkt war die Stromversorgung der Stadt Frankfurt a. M. Erst 1927 kam es zum sogenannten "Elektrofrieden" und darauffolgend zur Gründung der PreussenElektra. Doch es dauerte noch lange, bis die Claims entgültig abgesteckt waren, die KW also Monopole wurden. Die RWE trieb aus Angst vor dem Ende der Braunkohle ihre Verbundschiene nach Süddeutschland voran und gewann die VEW und das Badenwerk als Partner. Der "Rest" - also Bayernwerk, die EWAG (reichseigenen Elektrowerke) und die preussischen Elektrizitätswerke AG weiteten sich nach Osten aus um die Wasserkräfte der Alpen mit den ostdeutschen Braunkohlegruben zu verbinden. Im Mai 1928 wurde die "Berliner" AG für deutsche Elektrizitätswirtschaft als Gegengewicht zur RWE gegründet. Die RWE gründete daraufhin im Februar 1929 mit allen Stromlieferanten zwischen der niederländischen und schweizer Grenze (also auch dem Badenwerk) die Frankfurter "Westdeutsche Elektrizitäts AG".
Zum letztemn Gefecht kam es aber nicht, da die Westgruppe im Mai 1929 der Berliner AG beitrat. Die neue Gesellschaft hiess "AG für deutsche Elektrizitätswirtschaft" und ist die Vorläuferin der heutigen Deutschen Verbundgesellschaft.
Wem gehört die EnBW? (Stand 2006)
- 45,01% EDF International (franz. staatl. Stromgesellschaft)
- 2,3% EnBW Energie Baden-Württemberg AG
- 45,01% Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke
- 0,58% Landeselektrizitätsverbund Württemberg
- 1,79% Streubesitz
- 2,59% Badische Energieaktionärs-Vereinigung
- 1,29% Gemeindeelektrizitätsverband Schwarzwald-Donau
- 0,46% Neckarelektrizitäts-Verband
Die EnBW-Aktie
  2002 2003 2004 2005 2006
Anzahl Aktien 221.011 220.711 231.974 243.957 244.257
Jahresschlußkurs (€) 33,94 25,15 29,10 45,80 50,55
Dividende (€) 0,66 - 0,70 0,88 1,14

Mitarbeiter
  2003 2004 2005 2006
Strom 12.674 12.004 11.030 11.754
Gas 314 639 883 1.105
Energie- und Umweltdienste 4.865 4.450 5.364 7.742
Der letzte Schritt: Fusion Badenwerk mit EVS
1995 gründeten die Eigner von EVS und Badenwerk eine sogenannte Stimmrechtsbindungsgesellschaft (Energieverbund Baden-Würtemberg, EBW) um beide Kraftwerke zu verschmelzen. Das Stammkapital war 500.000,- DM und bis zum 29.9.1995 aufzubringen. Der Zusammenschluss war bis Ende 1998 geplant, erfolgte aber bereits zum 1.1.1997.
Die EnBW wurde als Holding konzipiert, zuständig für die strategische Planung und Führung. Die Tochtergesellschaften erledigten den operativen Teil.
Die Fusion erfolgte durch Aktientausch. Das Umtauschverhältnis wurde durch die Frankfurter Gesellschaft Coopers und Lybrand festgelegt. Ergebnis: 1:1,58 zu Gunsten des Badenwerkes.
Auch in der Schweiz wird versucht Fuss zu fassen. Das Bayernwerk, EnBW und die Nordschweizer Kraftwerke (NOK) in Baden/Schweiz kauften die Firma Watt AG, eine Tochter der Elektrowatt AG, die zur Credit Suisse Group gehört. Die Credit Suisse hält 44,9% der Elektrowatt AG. Den übrigen Aktionären (55,1%) wurde ein Übernahmeangebot übergeben. Danach gibt Credit Suisse 38,5% aller Elektrowatt Aktien an die vorgenannten Kraftwerke und 41,5% an die Siemens AG und behält 20%. Danach wird die Elektrowatt AG aufgespalten; die Energieseite geht an die WATT AG, die Industriebeteiligungen verbleiben bei Elektrowatt. Am Schluss erhält Siemens alle Elektrowatt Anteile, während die Credit Suisse alle Watt Aktien erhält.
So einfach kann das gehen.
Das Deutsche Reich und die Stromwirtschaft
Die einzelnen deutschen Länder wollten mit der Elektrizitätswirtschaft vorallem die eigenen Länder entwickeln und das Allgemeinwohl stärken. Die Reichsregierung wollte aber vorallem Geld verdienen. Die Elektrizitätspolitik bestimmte deshalb auch das Reichsschatzministerium. Schon 1908 wollte das Ministerium eine Stromsteuer einführen, musste sich aber mit einer kümmerlichen "Leuchtmittelsteuer" zufrieden geben.
Ausserdem sollte ein "Starkstrom-Monopol" eingerichtet werden. Die Länder legten ihr Veto ein.
Der Weltkrieg I veränderte vieles; die allmächtige Kriegsrohstoff-Abteilung unter Walther Rathenau mischte sich auch in die Stromwirtschaft ein. Die Personalliste dieser Abteilung war das reinste AEG-Adressbuch.
Das Reichs-Elektromonopol wurde unter dem Begriff "Gemeinwohl" eingeführt und durch die Rathenau-Abteilung verwaltet. Um die nackte Existenz der Bevölkerung zu sichern verabschiedete die Weimarer Nationalversammlung im März 1919 ein Rahmengesetz zur Sozialisierung der Wirtschaft. Das Gesetz stärkte vorallem die Position der deutschen Länder, denn die bemühten sich schnell durch Gründung eigener Landesgesellschaften zur Stromversorgung vollendete Tatsachen zu schaffen, an denen eine wie immer geartete Reichsregierung nicht mehr vorbeikam. Die Pläne für eine zentrale Stromwirtschaft scheiterten also schon in den 1920ern.
Allerdings war das Reich auch erfolgreich tätig. Die Chance für einen Erfolg kam am Ende des Weltkrieges I, als die AEG einen Käufer für seine Elektrowerke AG (EWAG) suchte. Das Grosskraftwerk Zschornewitz war kurz vor dem Zusammenbruch, weil es feste Strompreise mit den Grossabnehmern vereinbart hatte, die aber nicht halten konnte. Die Rüstungsindustrie brauchte aber diesen Stromerzeuger. Deshalb kaufte das Reich im Sommer 1917 die EWAG für 50 Mill Mark von der AEG. Diese reichseigenen Kraftwerke entwickelten sich sehr gut. Im Frühjahr 1923 wurde die EWAG mit anderen Reichsbeteiligungen in die neue gegründete Vereinigte Industrie-Unternehmungen AG (VIAG) eingebracht.
 
Um Strom zu benutzen, muß es vom Kraftwerk zum Kunden geliefert werden. Dieses Stromnetz ist komplex und unglaublich groß.
Hier finden Sie einige Informationen darüber.
Die Stromkonzerne fahren kräftige Gewinn ein. Jahrelang hatten die Energieerzeuger Wettbewerbshüter, Politiker und Bürger an der Nase herumgeführt. Wettbewerb herrschte kaum, denn die Absatzgebiete ihrer Waren (Strom) waren wie amerikanische Goldgräberclaims abgesteckt. Der fehlende Wettbewerb führte zu überhöhten Preisen. Gleichzeitig wurden wichtige Investitionen in Kohlendioxid-arme Kraftwerke verschoben - denn das brachte ja weniger Dividende für die Aktionäre. Lange schaute die Politik diesem Treiben tatenlos zu - erst 2007 machte sich Verbraucherprotest bemerkbar. Neue und schärfere Gesetze wurden erlassen und zum Wechsel des Stromlieferanten aufgerufen.
Nach einer Durchsuchung der Geschäftsräume von E.on und der Zwischenlagerung dieser Aktien in einem E.on-Gebäude wurde der versiegelte Raum aufgebrochen. Die Staatsanwaltschaft behauptet, daß dadurch eventuell wichtige Aktien manipuliert sein könnten. E.on sieht sich einer Strafe von 250 Millionen EUR ausgesetzt.
Aber nicht nur die überhöhten Strompreise, auch die sonstigen Energiepreise wie z.B. bei Gas führen zu vermehrten Eingriffen der Politik. Bei den Gaspreisen soll es in den vergangenen Jahren zu Absprachen über Märkte, Mengen und Preise gekommen sein.
Auch die Durchleitung des Stromes durch die Stromkabel soll zu überhöhten Preisen geführt haben. Hier will die Bundesnetzagentur kräfig kürzen. Um Strafzahlungen zu umgehen, gab es im März 2006 einen Kuhhandel mit der EU-Kommission. Einer der großen deutschen Stromerzeuger verkauft das firmeneigene Stromkabelnetz und geht damit straffrei aus. Da aber besonders das Stromkabelnetz ein wichtiger Punkt im deutschen Energiemarkt ist, gab es hierüber einen heftigen Disput mit der Bundesregierung.
 
Nach Expertenmeinung gibt es demnächst eine Stromlücke. Die Kraftwerke in Deutschland können den benötigten Strom nicht mehr liefern, da alternative Energien noch nicht ausreichend vorhanden sind und die Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Also werden neue Kohlekraftwerke geplant.
Das Stromnetz ist komplizierter als gedacht. Schon kleine Ausfälle können zu großen Störungen der Versorgung führen. Außerdem sorgen die momentanen Besitzverhältnisse der Stromnetze zu überhöhten Kundenpreisen.
Mehr Infos finden Sie hier
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