Startseite / Home
 
Suche / Search
 
Bestellung / Order
 

 
AGB und Widerrufsbelehrung /
Terms and Conditions

 
Impressum und Datenschutz / Privacy
 
Deutschland / Germany < 1945
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M
N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z
Deutschland / Germany > 1945
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M
N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z
Deutschland Sonstiges
Deutsche Auslandsanleihen
Nach Städten
Ägypten / Egypt
Argentinien / Argentina
Belgien / Belgium A-F
Belgien / Belgium G-M
Belgien / Belgium N-Z
Brasilien / Brazil
Bulgarien / Bulgaria
China
Großbritannien / Great Britain
Finnland / Finland
Fonds
Frankreich / France A-F
Frankreich / France G-M
Frankreich / France N-Z
Griechenland / Greece
Indien / India
Indochina
Italien / Italy
Japan
Jugoslawien / Yugoslavia
Kanada / Canada
Kuba / Cuba
Marokko / Morocco
Mexiko / Mexico
Niederlande / Netherlands
Norwegen / Norway
Österreich / Austria A-F
Österreich / Austria G-M
Österreich / Austria N-Z
Panama
Polen / Poland
Puerto Rico
Rumänien / Romania
Russland / Russia A-D
Russland / Russia E-J
Russland / Russia K-M
Russland / Russia N-R
Russland / Russia S-Z
Schweden / Sweden
Schweiz / Switzerland
Spanien / Spain
Südafrika / South Africa
Tschechoslowakei / Czechoslovakia
Türkei / Turkey
Ungarn / Hungary
Uruguay
USA
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M
N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z
Aktiengeschenke
Geschenkaktien
US-Eisenbahnen
Deutsche Aktien
US-Firmen
Namensaktien mit Ihrem Namen
USA-Aktien
sehr alte Aktien
weltbekannte Firmen
Nachdrucke
Geschenkrahmen
Sonderangebote
Neu im Shop
 
Bestellung
 
Aktien nach Branchen
Agrar
Auto-Aktien
Banken/Vers.
Bergbau
Computer
Chemie
dt.Auslandsanleihen
DM-Aktien
Eisenbahn
Erotik-Aktien
Kommunikation
Maschinenbau
Ölförderung
Pfandbriefe, Kommunal
schöne Aktien (Deko)
Verkehr
Versorgung
richtig alte Aktien
Industrie-Brancheninfos
dt. Auslandsanleihen
Kraftwerke
Autos
Filmaktien
Computer
Russland
Firmengeschichte
AEG
Audi
Badenwerk
Chrysler
Deutz
Greyhound
Honeywell
Mack-Trucks
North Butte
PANAM
und viele mehr
Alte Rechnungen,Briefe
Auswahl: Aktien aus Osteuropa
Aktienbetrug (Stories)
Sitemap
Infos für Neusammler
FAQ
Über uns
Empfehlungen
HSTM Historic Stocks Market Index

Fafnirwerke


von Stahlnadeln zu Automobilen


Bild
Bestell-Nr. D379
Bild Preisliste
Um 1900 schossen Firmen, die Automobile herstellten, wie Pilze aus den Boden. Allein in New York soll es mehr als 2000 Unternehmen gegeben haben. In Deutschland waren es mehrere Hundert. Allein in Aachen ware es neun: Fafnir, Cudell, Büssing, Scheibler, Mannesmann-Mulag, Goossens, Lochner&Co., Talbot und Berlin-Aachener Motorenwerke (BAM). Aber alle gingen ein.
Von diesen neun Unternehmen waren die "Aachener Stahlwaarenfabrik-Fafnirwerke AG" die erfolgreichsten. Die Gründung erfolgte 1894 mit der Produktion von Nadeln. Die Firma war eine Zweigniederlassung der Iserlohner "Carl Schwanemeyer" und Deutschlands größter Fahrradspeichenproduzent.
Nachdem das Fahrrad zum Massenverkehrsmitel wurde, stieg die Firma um auf die Produktion von Fahrradspeichen. Dies war so erfolgreich, dass die ehemalige Zweigniederlassung 1898 in Aachen eine eigene AG wurde, die "C.Schwanenmeyer, Aachener Stahlwaarenfabrik AG". Insgesamt wurden 1.000 Aktien ausgegeben. Nach der Sättigung des Fahrradmarktes produzierte die Firma 1886 nun vorallem Einbaumotore für Motorräder und Autos. Die Produkte wurden als preiswert und von hoher Qualität angesehen. Ab 1902 wurde für die Produkte ein eigener Name eingeführt: "FAFNIR" - der Drache aus der Nibelungensaga.
Die etablierten Autofirmen begannen aber inzwischen viele Teile selbst zu produzieren. Fafnir musste also den umgekehrten Weg gehen - es musste selbst Autos herstellen. Zwischen 1904 und 1925 entwickelte sich das Unternehmen zu einem zwar kleinen, aber bekannten Automobilproduzenten. 1912 erfolgte die Umbenennung in "Fafnir-Werke".
Der Umstieg in die Automobilproduktion erfolgte mit dem Bau von "do-it-yourself" Autobausätzen 1904 unter dem Namen "Omnimobil". Der Bausatz beinhaltete einen 2-Zylinder Motor mit 6 PS, 700 ccm und später einen 4-Zylinder Motor mit 16 PS. Ab 1904 wurde das Unternehmen umbenannt in "Aachener Stahlwaarenfabrik AG zu Aachen". Ab 1908 wurden fertige Autos hergestellt. Bekannt waren der Typ "274" mit bis zu 14 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und der Typ "284" mit 16 PS und 70 km/h. Dies waren alles sogenannte Herrenfahrzeuge - Autos ohne Chauffeur.
1908 erfolgte mit der Aufnahme des Markennamens eine Namensänderung in "Aachener Stahlwaarenfabrik Fafnir-Werke AG".
In den Verkaufskatalogen von 1912 wurden bereits 6 verschiedene Typen genannt.
Für die Modelle mussten Preise von 4100 bis 16 000 RM bezahlt werden.
1919 erfolgte wiederum eine Namensänderung - in "Fafnir Werke AG - Aachener Stahlwaarenfabrik".
Der Weltkrieg I brachte den deutschen Automobilbau fast zum Erliegen. Erst 1920 wurden bei Fafnir wieder moderne Fahrzeuge produziert. Das letzte produzierte Modell war der Typ "471", der bis 1927 gebaut wurde.
Fafnir war ein "Handwerksbetrieb" - eine Umstellung auf Montagefliessbänder gelang nicht. Fafnir produzierte 1925 monatlich nur ca. 120 Autos - Konkurrenzbetriebe wie die deutschen Opelwerke stellten bereits die 30-fache Anzahl her.
1925 kam das Aus. Veraltete Produktionsmethoden, ungenügende Normung der Teile und die hohe Besteuerung der Autos als Luxusartikel behinderten die Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich wurden auf USA-Druck die hohen Importzölle ausländischer Automobile aufgehoben - Billige amerikanische Massenfahrzeuge kamen nach Deutschland. Zuerst glaubte man durch massive Preissenkungen die Firma am Leben zu erhalten. Aber nachdem die Fahrzeuge deutlich unter den Herstellkosten verkauft werden mussten, konnten die Gläubiger nicht mehr befriedigt werden. Die Verbindlichkeitren beliefen sich auf 1.8 Mill.RM. Ende 1925 übernahmen die Banken die Geschäftsaufsicht.
1926 meldete das Unternehmen Konkurs an.
Die Ursachen für den Konkurs waren vielfältig:
- durch den verlorenen Weltkrieg I und den enormen Reparationszahlungen lag die deutsche Industrie generell am Boden. Ein internationaler Austausch war nicht möglich.
- Die USA schotteten ihren Markt ab und Deutschland durfte auf importierte US-Autos keinen Zoll erheben. Die US-Autos konnten deshalb preiswert angeboten werden.
- die innerdeutsche Konkurrenz mit Daimler und Opel war sehr gross und die Kapitaldecke von Fafnir sehr klein.
Fafnir leistete sich in seiner Boomzeit einen eigenen Autorennstall mit bis zu 7 Rennautos. Der wohl bekannteste Rennfahrer war Carracciola. Die Teilnahme an den Eifelrennen verschlang sehr viel Geld. Die Autos waren den engen und steilen Eifelstrassen nicht gewachsen und verlangten einen grossen Tross von Mechanikern.
Linie
Copyright © 2003-2016 Antiquariat "Schöne Aktien" für Historische Aktien und Wertpapiere