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Otavi Minen AG


ein Stück deutscher Kolonialgeschichte


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Otavi Minen AG
Bestell-NR.: DM203e

Preisliste
Die Otavi Minen AG wurde 1900 gegründet. Ausschlieslicher Gegenstand des Unternehmens war die Ausbeutung des Kupfervorkommens in Namibia und der Bau einer Eisenbahn von der Mine zum Atlantik.
Heute besteht die Firma aus der Dachgesellschaft Otavi Minen AG und den ausgegliederten Bereichen Otavi Perlit GmbH und Otavi Minerals GmbH. Die Minenbetriebe der Otavi Minen liegen meist in Griechenland und Spanien. Sie ist der zweit grösste Rohperlit-Produzent Europas. Seit Dezember 2000 gibt es einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Silver & Baryte Ores Mining (87,6 %). Die Mitarbeiterzahl beträgt 150.
Zur Geschichte der Otavi Minen AG hier ein Auszug aus einem Bericht von Herbert Nienhaus.
"Im nördlichen Teil des Otaviberglandes liegt Isumeb 1310 m hoch über dem Atlandischen Ozean.Eine Teerstrasse von 435 km verbindet Tsumeb mit Windhuk. Ausserdem besteht eine Zugverbindung dorthin und auch zum 530 km entfernten Seehafen Walfischbucht. Wegen seiner ungeheuren Mineralienvielfalt ist dieser Ort schon lange bekannt.Mit seinen 240 bisher unbekannten Mineralien, von denen etwa 40 allein nur in Tsumeb vorkommen, ist dieser Ort wohl die berühmteste Mineralienfundstelle der Welt. Der Ort lebt ausschliesslich von der Mine. Ein reger Autoverkehr herrscht ins Ovamboland, das durch eine 98 km lange Teerstrasse mit Tsumeb verbunden ist.
Das Gebiet um Tsumeb bewohnten früher die Buschleute, ehe sich die Weissen ansiedelten. Sie nannten es "Tsonsoub", was `ein Loch graben, das immer wieder einfällt` heisst. Die Siedler nannten es Tsumeb. Dort gibt es einen grün-blauschillernden etwa 12 Meter hohen Erzstock mit einer Länge von 150 m. Diesen Hügel hielten die Buschleute geheim und verjagten jeden, der darauf zuhielt. Die Buschleute brachten das Erz zum Otjikotosee und trieben mit den Ovambos Tauschhandel.
Die "South West Africa Co." liess sich 1892 mit Genehmigung des deutschen Reiches hier nieder. Sie bekam unentgeltlich 1 300 000 Hektar Land zur Verfügung gestellt. Dieses Gebiet schloss die Otavi-Minen ein. Als Gegenleistung mussten sie innerhalb von 10 Jahren eine Eisenbahn bauen und einen Bergbaubetrieb vorweisen. Doch nach 10 Jahren war noch nichts passiert. So wurden die Minenrechte im Otavi-Gebiet der am 6.4.1899 gegründeten Kolonialgesellschaft "Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft" (OMEG) übergeben. Diese verpflichtete sich nun innerhalb von 2.5 Jahren die Bahnlinie zum Preis von 14.7 Mill RM zu bauen. Das waren ca. 26 Mark pro km. Die OEMG liess im September 1903 von der Firma Arthur Koppel in Berlin eine 566 km lange Schmalspurbahn von Swakopmund nach Tsumeb und eine 74 km lange Linie von Ouguati nach Karibib erstellen. Am 16.12.1906 wurde die Bahn der OEMG übergeben.
Die OEMG hatte schon 1903 den Ing. Gathmann aus Windhuk als Minendirektor eingestellt. Er sollte alles vorbereiten, bis die Bahn fertiggestellt wurde. Doch am 17.1.1904 griffen Hereros die Station Otavifontein an. Erst im November 1905 konnten die Arbeiten in den Schächten anfangen. Täglich musste mit Ochsenwagen das Wasser vom Otjikotosee herangekarrt werden. Es reichte nicht zum Waschen, sondern nur zum Trinken. Die Minenarbeiter konnten deshalb zunächst ihre Familien nicht mit nach Tsumeb nehmen. Diese lebten in Otavifontein. Dort wurde viel Obst und Gemüse angebaut, als Vorsorge gegen Skorbut. Auch das Gemüse wurde mit Ochsenwagen transportiert, später dann mit der Bahn. Die Felder von Otavifontein brachten jährlich 2 Ernten. Eine Hochdruckleitung lieferte ab 1907 täglich 500 cbm Wasser. Ende 1906 waren ca. 100 Weisse in der Minen beschäftigt. Bis Mitte 1907 wurden über 7 000 Tonnen Erz gefördert und der erste Schmelzofen in Betrieb gesetzt. 1909 wurden die ersten Bohrmaschinen angeschafft. Vorher wurde mit Handbohrgeräten bei Kerzenlicht gearbeitet. 1914 erhielt Tsumeb einen 85 m hohen Funkturm. Damit bestand eine Verbindung Deutsch-Südwestafrika mit Deutschland. Nach dem Ende des Weltkrieges I wurde die OTAVI-Bahn von den Engländern übernommen. Es fehlte überall an Geld, auch für die OMEG. Unter Beleihung von 300 Tonnen Erz in Swakopmund und 10 000 Tonnen in Tsumeb kam immerhin ein Kredit von 20 000 Pfund zustande. Die Kreditsumme stieg bis 1921 auf 300 000 engl. Pfund. Damit konnte die OMEG ihre Minen behalten. Am 6.Januar 1947 ging der gesamte OEMG-Besitz für 1 010 000 engl. Pfund in US-Hände über - das war die Mine, der ganze Ort mit den Häusern und Farmen. Der neue Name war:"Tsumeb Corp. Ltd." (TCL).

Deutsch-Südwest (und damit auch die OMEG) waren in den Aufstand der Hereros verwickelt. Wie kam es dazu?
Der Aufstand begann am 11.Januar 1904. Die Deutsche Schutztruppe war gerade damit beschäftigt den Aufstand der Bondelzwarts niederzuschlagen und wurde von den Hereros überrascht.
Ende der 1890 Jahre wurde die Bahnlinie Windhuk-Swakopmund gebaut. Dies bedeutete einen regelrechten Ansturm von weissen Siedlern auf das Land der Hereros. Viele der Siedler waren Händler, die den Hereros Waren auf Kredit verkauften. Als Kompensation verlangten sie deren Vieh. Der Preis hierfür wurde meist willkürlich festgesetzt und die Forderung auch mit Gewalt eingetrieben. Auf diese Weise verloren die Hereros zwischen 1898 und 1902 die Hälfte ihres Viehbestandes. Zum Verlust des Viehs kam der Raub des Landes. Im Gegensatz zu Kamerun und Togo - die Handels- und Plantagenkolonien waren - sollte "Südwest" durch planmässige Ansiedlung deutscher Bauern erschlossen werden. Um die Bahnlinie herum gab es schon bald kein Land mehr zu kaufen. Diese Situation verschärfte sich, als die OMEG auf den Plan trat. Die Bahnlinie nach Swakopmund führte mitten durch das Gebiet der Hereros. Diese mussten der OMEG den Grund und Boden beiderseits der Bahnlinie in Blöcken von je 20 km Breite und 10 km Tiefe einschliesslich der Wasserrechte unentgeltlich überlassen. Damit war Tor und Tür für einen richtigen Ansturm auf dieses Gelände geöffnet. Es waren gerade 9 km der Otavi-Bahn fertig, als der Aufstand losbrach. Die 800 Mann starke Schutztruppe war in einer ausweglosen Situation.Sie hatte zwar die besseren technischen Mittel - wie Gewehre und Kanonen - aber sie waren zahlenmässig weit unterlegen. Hinzu kamen noch Krankheiten - vorallem Typhus.
In dieser Situation wurde das Kommando über die Truppen dem amtierenden Gouverneur entzogen und General von Trotha übergeben. Der hatte den Beinamen "Schlächter". Seine Soldaten kesselten die Hereros in der Wüste Omaheke ein - und die Hereros verdursteten. Damit war der Aufstand niedergeschlagen.
Die OMEG war mit dem Verlauf der Kämpfe auch zufrieden. Noch 1901 hatte ein Firmenvertreter vergeblich versucht , das Gebiet der Hereros einfach zu unterjochen. Die Regierung brauchte die Bahn für das Heranschaffen der Soldaten und deshalb schloss man 1904 einen "Bahnbeschleunigungsvertrag". Dies brachte Schutz für die Arbeiten und zusätzlich eine Subvention von 1 Mill RM. Nach dem Aufstand mussten 900 Männer , 700 Frauen und 620 Kinder als Kriegsgefangene bei der OMEG arbeiten. Hauptabnehmer für die geförderten Erze war die Norddeutsche Affinerie in Hamburg, die sich - wie OMEG - im Besitz der Norddeutschen Bank befand.
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