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OEW Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke


ein Zweckverband


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Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke
Bestell-NR.: D69
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Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke
Bestell-NR.: D70
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Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke
Bestell-NR.: D71

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Am 20. Dezember 1906 gründeten die Amtskörperschaften von Tettnang, Ravenburg und Wangen bei einem schönen Essen im Kozerthaus von Ravensburg den Bezirksverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW). Dies war das erste gemeinnützige Unternehmen, welches in Württemberg von mehreren Gemeinden gemeinsam gegründet wurde. Es wurde das grösste kommunale Überlandwerk in Württemberg. Bis zum 1. Mai 1910 traten noch weitere Gemeinden bei: Biberach, Blaubeuren,Ehingen,Laupheim,Leutkirch,Riedlingen,Saulgau Münsingen und Waldsee. Ausserdem kamen noch hinzu die preussischen Bezirke Gammertingen, Hechingen und Sigmaringen und 1912 der Gemeindeverband Elektrizitätsversorgung für die Ulmer Alb-Gemeinden. Die Ausführung wurde 1913 freigegeben.
Zur Sicherung der Stromversorgung begann die OEW bereits 1919 mit dem Bau der 3 Illerkraftwerke. Diese wurden in den Jahren 1923 - 1927 in Betrieb gesetzt. Die Wasserkraftwerke sind bis heute noch die grössten in Württemberg und liefern 150 000 KWh.
Mit den Vorarlberger Illwerken begann eine internationale Zusammenarbeit.
Die OEW hatte das Besteben eine einheitliche württembergische Landesstromversorgung aufzubauen. Dies führte 1931 zur Fusion mit dem Bezirksverband Heimbachkraftwerk Freudenstadt (Bezirke Horb, Sulz, Oberdorf, Freudenstadt). Damit gehörten seit 1931 der OEW insgesamt 19 Bezirksvcerbände an. 1920 kamen Reutlingen und Urach hinzu, 1921 Balingen.
Am 1. April 1939 fusionierte die OEW mit der Elektrizitätsversorgung Württemberg zue Energieversorgung Schwaben (EVS). Die OEW war Hauptaktionär der EVS (47,79 %).
Neuere Forschungen zeigen, dass die beteiligten Firmen nur deshalb fusionierten, weil sie nur darin einen Garant für die Erhaltung des Anlagevermögens sahen. Zusätzlich sollten damit auch USA-Geldgeber gefunden werden, denn der deutsche Stahlkonzern sah nach der Fusion so aus, wie viele USA-Konzerne auch.
Zwischen 1930 und 1934 erfolgte eine Umstrukturierung des Konzern. Damit wurden "Profitcenter" eingerichtet und es konnete sich auf das Kerngeschäft konzentriert werden.
War nun der Konzern ein Erfolg oder Misserfolg? Der Konzern wurde nicht als kühnes unternehmerisches Gebilde gegründet, sondern zur reinen Sicherung des Anlagekapitals für die Gründerunternehmen und Grossaktionäre. Diese geben zum Teil widersprechende Ziel vor und belasteten dadurch den Konzern schon von Anfang an. Die Sicherung des Vermögens wurde durch eine starke Überbewertung erreicht, die Eigenkapitalrendite war aber schlecht. Die Anleihen mussten hoch verzinst werden, die Grossaktionäre wollten hohe Dividenden - das reduzierte das für Investitionen benötigte Kapital. Der Konzern geriet ins Trudeln. Nur die NS-Rüstungskonjunktur rettete bis 1945 den Konzern.1932 ging die Kontrolle durch ein spekulatives Geschäft von Friedrich Flick auf das deutsche Reich über.
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