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Brauhaus Moninger


Karlsruhe


Bild
Brauerei Moninger
Bestell-NR.: D526

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Brauerei Moninger
Bestell-NR.: D531

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Bild
Brauerei Moninger
Bestell-NR.: DM42f

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Die Brauerei Moninger feiert im Jahr 2006 das 150-jährige Jubiläum. 150 Jahre seit Stephan Moninger 1856 die Konzession zur Bierherstellung erhielt. Moninger Pilsener wurde 2005 und Moninger Export 2004 mit der Goldmedaille der DLG ausgezeichnet.
Ein Grund also, auch einmal die "alten Aktien" und die Geschichte der Firma zu betrachten.
Das Gründungsjahr von Moninger war 1856 in der Weststadt von Karlsruhe. In diesem Stadtteil gab es noch mehr Industrie, z.B. "Junker & Ruh". Später kamen die Dragoner (1898), die Kadetten (1891) und die Infantrie (1894) hinzu. Nachdem Karlsruhe mit 100.000 Einwohnern ca. 1901 zur Großstadt wurde, kam die Erschließung der Weststadt zügig voran. Durch den starken Wohnungsbau verlor die Weststadt allmählich ihren Industriecharakter. Junker & Ruh zog 1913 weg, bei Moninger dauerte es bis 1980.

Das erste "Moninger" Haus
Die Linde-Maschine zum Herstellen von Eis war noch nicht erfunden. Deshalb gab es auch kein Kühlsystem in den Bierkellern. Das Bierbrauen war deshalb ein saisonables Geschäft (Oktober - April). Das gebraute Bier reichte meistens nur bis zum Herbst. Danach war alles Bier getrunken und die Brauereien schlossen. Wenn das Wetter wieder kühler wurde, wurde das "Junge Bier" gebraut.
Da die Bierkeller noch kein Kühlsystem hatten, waren sie meist in den Stein des Turmberges von Durlach gehauen. Hier hielt die tiefere Temperatur des Winters längere Zeit an. Die Kosten des Biers wurden vorallem bestimmt durch den Transport, den Strassenzoll, die Löhne der Fuhrleute und die Kellermieten.
1715"Karlsruhe" wird durch Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach gegründet. Bald darauf zog der Markgraf von Durlach nach Karlsruhe um.
Zwei Jahre nach der Gründung gab es schon zwei Bierbrauer - Johann Helferich aus Sulzbach bei Eylenberg und Anton Heinrich Ziervogel aus Hilsen bei Hannover. Damals wurde noch mehr Wein wie Bier getrunken.
1750 gab es bereits 2.500 Bürger in dem erst 35 Jahre alten Karlsruhe. Damals gab es schon 57 Kneipen (auf 44 Personen kam eine Kneipe). Der Stadtrat beschloß diese Anzahl auf 20 zu reduzieren.
1809Es gab wieder 54 Kneipen und 5 Brauerein.
1817Es gab wieder 54 Kneipen und 5 Brauerein. Am 13. Mai wurde eine Bierbrauerinnung gegründet. Mitglieder waren: Friedrich Naegele, Jacob Clauss, August Rueppele, Heinrich Hemberle, Heinrich Weiss, J. B. Bansa, L. Kaufmann, Schwab, Jakob Eypper.
1827Am 25. Dezember wurde Stephan Moninger in Unterschneidheim bei Ellwangen geboren. Mit 16 verließ er seinen Geburtsort und zog nach Karlsruhe. Dort blieb er bis zum Revolutionsjahr 1848 und zog dann am 5. April 1848 nach Mannheim. Dort arbeitete er in der Brauerei "Zur alten Sonne". Um ein Geschäft zu öffnen, benötigte er allerdings die badische Staatsbürgerschaft. Hierzu benötigte er ein Zertifikat, welches der Eigentümer der Brauerei "Zur alten Sonne" ausstellte: "Der Besitzer der Brauerei "Zur alten Sonne" stellt das beste Zeugnis über Stephan Moninger aus. Er hat Talent, gutes Verhalten und einen bürgerlichen politischen Standpunkt." Die Polizei hatte auch nichts über sein politisches Verhalten zu berichten.
Er konnte also badischer Staatsbürger werden.
1833In der Waldhornstrasse 23 in Karlsruhe stand das Geburtshaus der Brauerei Moninger. Bis 1833 gehörte das Haus dem Metzger Ludwig Dietrich. Der verkaufte es an den Bierbrauer Ludwig Hammer. Der mußte sein Geschäft aber aufgeben und Louis Kaufmann ersteigerte das Haus.
1849Am 4. November heiratete die 21-jährigie Marie Herrmann aus Wiesloch in Baden den Bierbrauer Louis Kaufmann aus Karlsruhe. Die Kaufmann`s zogen in das Haus ein und begannen dort ihr Bier zu brauen. Auch zwei Kinder wurden hier geboren.
1854Louis Kaufmann wurde krank und mußte zur Kur (ein Privileg, welches sich damals nur Vermögende leisten konnten). Seine Frau Marie sah sich deshalb nach einem neuen Brauer und Geschäftsführer um - und wählten den 27 jährigen Stephan Moninger.
Im ersten Jahr 1854/1855 verkaufte er 106.155 Maß und steigerte dies 1855/1856 auf 144.030 Maß.
1856Louis Kaufmann starb. Stephan Moninger wollte die Witwe heiraten, mußte aber zuvor die badische Staatsbürgerschaft erhalten (und seine württembergische Staatsbürgerschaft abgeben), Außerdem mußte er Mitglied der Brauereiinnung werden und eine Lizenz zum Bierbrauen erhalten. Am 4. November erhielt er die badische Staatsbürgerschaft. Mit der Aufnahme in die Bierbrauerinnung ging es nicht so glatt, denn die anderen Mitglieder wollten keine weitere Konkurrenz in Karlsruhe dulden. Aber in einer Sondersitzung gewann er mehr als 50% der Mitglieder und konnte ab dem 16. Dezember sein eigenes Bier brauen. Dies ist die Geburt der "Brauerei S. Moninger".
1862Um die hohen Kosten für den Transport, die Lagerung in den Turmbergkellern und der Strassenmaut zu entgehen, wurden die Lagermöglichkeiten in der Waldhornstrasse ausgebaut. Dies dauerte bis 1864.
1863Um die Brauerei zu erweitern kaufte Stephan Moninger für 80.000 Gulden die Brauereigebäude seines Schwagers Josef Hack in der Langestrasse 142. Die Brauerei in der Waldhornstrasse 23 wurde an den Brauer Karl Kammerer für 52.000 Gulden verkauft.
Nach der Auflösung der Brauereiinnung wurde die "Kooperation Karlsruher Brauer" von 20 Brauern gegründet.
1866Stephan Moninger wurde Innungsmeister der Brauereiinuung in Karlsruhe. Die Gilde hatte 20 Mitglieder.
1875Stephan Moninger starb am 2. Januar nach einem Unfall.
1881Im September übernahmen die beiden Söhne Karl and Stefan Moninger die Firma und gründeten eine AG. Zu dieser Zeit gab es 22 Brauerein in Karlsruhe die insgesamt 170.000 hl Bier herstellten. Die Brauerei Moninger war die 5 größte in Karlsruhe und produzierte ca. 12.300 hl. (Die größte produzierte damals 22.000 hl und die kleineste 400 hl.
1886In 1884 zerstörte ein Feuer einige der Anlagen in der Kaiserstrasse. 1886 zog die Firma in die Kriegsstrasse um. Eiskeller waren hier nicht mehr erforderlich, den Linde erfand die Eismaschine. Einige der Brauerein hielten allerdings die Linde`sche Eismaschine für ein Teufelswerk - und gingen danach pleite.
1887Theodor Moninger stieg in die Firma ein.
1889Am 12. June wurde Moninger eine AG unter dem Namen "Brauerei ehem. S. Moninger" mit einem Gründungskapital von 800.000 Mark.
1904Bisher stellte Moninger nur dunkles Bier her. In diesem Jahr kam das helle "Kaiserbier" hinzu.
1906Zum Transport der Biere wurden bisher 60 Pferde benutzt. In diesem Jahr kam das erste Automobil.
1907Die Industrialisierung machte auch nicht vor den Brauereien halt. Personal wurde entlassen und die Zahl der Betriebe ging auf 12 zurück - der Ausstoß wurde auf das 5fache erhöht.
(1872 produzierten die 22 Brauerein ca. 128.000 hl, 1907 die 12 Brauereien 700.000 hl).
1914Moninger mußte einen großen Teil der männl. Belegschaft zum Kriegsdienst abstellen. 39 Mitarbeiter wurden im Weltkrieg I getötet.
1920Nach dem Ende des Krieges mußten viele Brauereien aufgeben. So kaufte Moninger die Firma von Karl Kammerer, die Durlacher Brauerei "Brauerei Eglau A.G." und 1922 die "Union-Brauerei A.G."
1938Das Unternehmen änderete sich in "Brauerei Moninger".
1945Karlsruhe wurde im Weltkrieg II durch Amerikaner und Briten stark zerstört - allerdings blieb die Brauerei Moninger unbeschädigt. Im August 1945 konnte wieder Bier gebraut werden. Die Franzosen verboten das Brauen aber danach bis Februar 1946. Das Bier durfte allerdings nur 0.3% Gesamtwürze haben. Erst nach der Währungsreform 1948 durfte das Bier wieder 8% erreichen.
1957Bier gab es bisher nur in Fässern. Ab diesem Jahr wurden auch Flaschen verkauft.
1995Statistisch trinkt jeder Deutsche (ab 15 Jahre) ca. 156 l Bier pro Jahr.
2005Statistisch trinkt jeder Deutsche (ab 15 Jahre) ca. 130 l Bier pro Jahr. Insgesamt wurden 91.4 Millionen Hektoliter Bier in Deutschland getrunken
2006Statistisch trinkt jeder Deutsche (ab 15 Jahre) ca. 115 l Bier pro Jahr.
Moninger feiert am 16. Dezember sein 150-jähriges Jubiläum.
Ganz stolz wird zu diesem Termin das für die Brauwirtschaft bisher einmalige computergestützte Steuerungssystem des Brauprozesses gezeigt. Moninger dient hier als Pilotprojekt.
Notwendig wird der Griff zur Computersteuerung, weil die Nachfrage nach neuen Biersorten stark gestiegen ist. Die Herstellung von alkoholfreien Bieren und Biermixgetränken mit exotischen Geschmacksrichtungen stellt hohe Anforderungen an den Brauprozess. Und dies beherrscht der Computer besser.
Das Umsatzziel von 420.000 Hektoliter Bier wurde 2006 verfehlt, da ein alter Lohnbrauvertrag vom betroffenen Kunden nicht erfüllt wurde. Für 2007 wird das gleiche Umsatzziel angepeilt.
Insgesamt gibt es in Deutschland 1.270 Braustätten, der Bierkonsum ist aber in den letzten 20 Jahren um 20% gesunken.
Moninger beschäftigt zur Zeit 79 Mitarbeiter.
Das ehemalige Moninger-Gelände in Karlsruhe Grünwinkel wurde von der Fa. Sinner an Kunden wie "Lidl", "dm" usw. vermietet.
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