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Die Deutsche Bank



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Deutsche Bank Preisliste
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Die Geschichte der Deutschen Bank
1851 Die Disconto-Gesellschaft in Berlin war seit 1860 das bedeutendste Kreditinstitut Deutschlands. Die Disconto-Gesellschaft war ca. 20 Jahre vor der Deutschen Bank gegründet worden. Gründer war David Hansemann. Der erste Gründungsversuch war Mai 1849. Tatsächlich gegründet wurde die Bank am 6. Mai 1851 in Berlin. Die Geschäftstätigkeit wurde am 15. Oktober 1851 aufgenommen. Die Disconto-Gesellschaft war zunächst eine Kreditorganisation mit für Mitglieder. Die Bank wollte ihren Mitgliedern bis zur vollen Höhe ihrer Geschäftsanteile, von denen satzungsgemäß nur 10% einzuzahlen waren, Diskontkredit gewähren. Fremde Gelder nahmen aber bald stärker als erwartet zu, während die Kredite der Mitglieder den vorgesehenen Umfang bei weitem nicht erreichten, so daß die flüssigen Mittel anderweitig verwendet werden mußten (die Bank hatte zu viel Geld!). Die Statuten mußten deshalb der geschäftlichen Realität angepasst werden. Das Ergebnis dieser Änderungen war 1856 die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die bisher als stille Teilhaber fungierenden Mitglieder wurden nunmehr Mitbeteiligte und durch Kommanditäre ergänzt. Während bis dahin sich das Kapital je nach der Anzahl der Mitglieder veränderte, wurde nunmehr ein Stammkapital von 10 Millionen Talern festgesetzt. Es wurde das kurzfristige und das langfristige Kreditgeschäft gepflegt, denn die Richtlinien erlaubten längerfristige Engagements. Unter den dauernden Industrie-Beteiligungen finden sich Unternehmen wie die Dortmunder Union und Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Die Disconto-Gesellschaft festigte ihre Position anfangs ganz besonders dadurch, daß der Preußische Staat die Geschäftsleitung bat, seine Anleihen zu plazieren. Mit Preußen als Vorreiter kamen auch die Regierungen anderer Staaten, so vor allem Österreich-Ungarn, Rußland, Rumänien, Bulgarien, die skandinavischen Staaten und Italien. Auch in den deutschen Kolonialgebieten war die Disconto-Gesellschaft engagiert. Nach dem Tod seines Vaters David übernahm sein Sohn Adolph von Hansemanns 1864 die Leitung. Die Große Venezuela-Eisenbahn wurde in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Bank verwirklicht. In Südwestafrika finanzierte sie über die Otavi Minen- und Eisenbahngesellschaft den Bau von Bergwerken und Eisenbahnen. Im Fernen Osten faßte sie in China mit der Finanzierung der Schantung-Eisenbahn und der Schantung-Bergbau-Gesellschaft Fuß. Lange Zeit hatte die Bank den Grundsatz vertreten, das deutsche Geschäft ohne Filialen führen zu können. Je mehr aber die Emissions-, Depositen und kurzfristigen Kreditgeschäfte zunahmen, um so schwieriger wurde es, das filiallose Prinzip aufrechtzuerhalten. Der Aufbau eines Filialnetzes begann 1901 in Frankfurt, wo das Geschäft des in diesem Jahr liquidierten Bankhauses M. A. von Rothschild und Söhne übernommen wurde. So übernahm die Disconto-Gesellschaft die Rheinische Bank, die Mittelrheinische Bank, die Westdeutsche Vereinsbank, die Westfälisch-Lippische Vereinsbank, die Königsberger Vereinsbank, die Schlesische Handelsbank, den Magdeburger Bankverein und die Bank für Thüringen. Darüber hinaus gingen die Norddeutsche Bank und der A. Schaaffhausen'sche Bankverein in ihren Besitz über (wobei die Namen dieser beiden Traditionshäuser noch bis 1929 offiziell erhalten blieben).
Die Verschmelzung der Disconto-Gesellschaft mit der Deutschen Bank zur „Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft" im Oktober 1929 war eine Fusion unter Gleichen. Die Aktien wurden auf der Basis eins zu eins umgetauscht.
1870 Am 10. März erfolgte die Gründung der Deutschen Bank. Adelbert Delbrück, der als der "eigentliche Gründer" der Deutschen Bank gilt. Am 22. Januar 1870 wurde das Statut verabschiedet, und am 10. März 1870 erteilte die preußische Staatsregierung die Konzession. Es war die letzte Konzession für eine Aktienbank in Preußen, denn noch im selben Jahr wurde der Konzessionszwang aufgehoben. Das Geldinstitut sollte vorallem dem internationalen Geldtransfer des deutschen Handels dienen. Dieser lief bisher über englische Banken. Das Aktienkapital betrug 20 Millionen Taler.
Hauptzweck war die Aussenhandelsfinanzierung. Aber davon konnte die Bank auf Dauer nicht leben. Georg von Siemens führte daraufhin im Jahre 1871 Bankeinlagen in Bargeld ein. Damit kam zusätzliches Geld in die Kassen und die Bank konnte sich vergrössern. Für das deutsche Bankwesen war dies eine revolutionär anmutende Neuerung, .
1871 Die ersten Filialen werden in Bremen und Hamburg gegründet.
1873 kam die Filiale in London hinzu - Die wichtigste Auslandsfiliale bis 1914. Weitere Auslandsfilialen waren in Paris, New York, Argentinien und China. Die Filialen in Asien und Südamerika mussten aber wegen politischer und ökonomischer Probleme wieder geschlossen werden.
1883 Die Deutsche Bank beteiligt sich an der Northern Pacific Railway Co. Das Unternehmen brach aber 1893 nach Fehlspekulationen zusammen. Die Deutsche Bank errichtete daraufhin ein Reorganisationskomitee für die Besitzer der Eisenbahnfonds.
Bereits seit den 1830er Jahren hatte der Eisenbahnbau in den Vereinigten Staaten ausländisches Kapital angezogen, und nach 1875 wurde verstärkt um Investitionen geworben. Für die nun geplanten und im Bau befindlichen Strecken, die die Erschließung und Besiedelung des riesigen Kontinents ermöglichten und damit die Grundlage für den kometenhaften Aufstieg der USA als Wirtschaftsmacht schufen, reichten die amerikanischen Ressourcen allein nicht aus. Vor allem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts hielten Ausländer größere Aktienpakete an den bedeutendsten Eisenbahnunternehmen.
Siemens sah das enorme wirtschaftliche Potential der USA und wollte die Bank an den Gewinnen teilhaben lassen, die dort zu erwarten waren. "Ich glaube, daß wir in Berlin auch an die amerikanischen Sachen heranmüssen", so schrieb er im Juni 1883, "schließlich liegt uns Amerika näher als Italien, trotz des Gotthard". Siemens beklagte sich über Behinderungen von seiten der Politik, nach deren Einschätzung bei dem Engagement in den USA außenpolitisch nichts zu gewinnen sei. Siemens reiste Mitte August 1883 zu den Eröffnungsfeierlichkeiten der Northern Pacific Railroad. Er war von den Entwicklungsmöglichkeiten der Northern Pacific so beeindruckt, daß die Deutsche Bank eine ansehnliche Beteiligung erwarb.
Das Engagement bei der Northern Pacific wurde für die Bank allerdings ein kostspieliges und mit Prestigeverlust verbundenes Geschäft. Siemens geriet hier an einen Mann, der mit seiner persönlichen Ausstrahlung und mit geschickter Publicity Geldgeber gewinnen und immer neue Kredite mobilisieren konnte, dessen Unternehmungen im Grunde aber auf wackligen Füßen standen - dem Präsidenten der Northern Pacific, Henry Villard.
Während der pompösen Eröffnungsfeierlichkeiten der Northern Pacific spielte Villard den großzügigen Gastgeber und hoffte, neue Investoren für das Unternehmen zu gewinnen. Noch während der Feierlichkeiten verloren die Aktien der Eisenbahngesellschaft fast die Hälfte ihres Wertes. Siemens sah durchaus die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens. Er sprach sich jedoch trotz des Risikos für ein Engagement bei der Northern Pacific aus, da seiner Ansicht nach das internationale Ansehen der Deutschen Bank durch eine erfolgreiche Konsolidierung des Eisenbahnunternehmens steigen würde.
1886 In Frankfurt wird eine Filiale errichtet und die "Deutsche Überseeische Bank" in Berlin gegründet - dies unter sanften Druck des Auswärtigen Amtes. Schliesslich war Deutschland ein Kolonialreich und es brauchte Banken im Ausland. So wurde 1889 die "Deutsch-Asiatische-Bank" gegründet und die brachte gleich ihr eigenes Geld heraus.
1888 Die Deutsche Bank wird Konsortialführer für den Bau und Betrieb der "Anatolischen Eisenbahn" von Istanbul nach Ankara.
Ein besonderes Ereignisse der Geschichte war der Bau der Bagdadbahn. Die Deutsche Bank war als Finanzier und Betreiber beteiligt. Diese Bahnlinie sollte vom Bahnhof Haidarpascha im asiatischen Teil Istanbuls bis an den Persischen Golf führen.
1903 wird dann die Bagdadbahn gebaut - aber erst 1940 fertiggestellt.
Eines der bekanntesten Ereignisse der Wirtschaftsgeschichte, an dem die Deutsche Bank als Finanzier und Betreiber beteiligt war, ist zweifellos der Bau der Bagdadbahn. Sultan Abdul Hamid II. wandte sich im Jahre 1888 an deutsche Finanzkreise. Eine Eisenbahn sollte das riesige Türkenreich vom Bosporus bis zum Schat el Arab wirtschaftlich und strategisch erschließen. Nach anfänglicher Skepsis engagierte sich die Deutsche Bank für dieses Projekt. Im Oktober 1888 erhielt sie die Konzessionen für die ersten Teilstrecken von Haidarpascha nach Ismid und von dort weiter nach Ankara. Die Bauarbeiten wurden hauptsächlich von der Frankfurter Firma Philipp Holzmann durchgeführt. Trotz des schwierigen Streckenverlaufs ging es rasch voran. Bereits Ende 1892 war die nahezu 600 Kilometer lange Strecke nach Ankara fertiggestellt. 1896 konnte auch die Eisenbahnlinie nach Konya mit weiteren 400 Streckenkilometern eröffnet werden. Die Verhandlungen über die Weiterführung der Eisenbahn von Konya nach Bagdad und weiter zum Persischen Golf nahmen die folgenden Jahre in Anspruch. Auseinandersetzungen mit den anderen europäischen Großmächten, deren politische und wirtschaftliche Interessensphären durch den Bahnbau berührt wurden, brachten die Bagdadbahn immer wieder in die öffentliche Diskussion. "Ich pfeife auf diese Konzession und die ganze Bagdadbahn", wetterte Georg von Siemens, der Vorstandssprecher der Deutschen Bank 1898. Die vielfachen politischen Hindernisse hatten ihm das Projekt so leidig gemacht, daß er die Bagdadbahn Anfang 1899 sogar dem russischen Finanzminister Witte anbot. Dieser lehnte jedoch dankend ab.
Die Bau- und Betriebskonzession für die Eisenbahn wurde einer eigens gegründeten AG türkischen Rechts, der "Anatolischen Eisenbahn-Gesellschaft", übertragen. Ihre Aktien waren mehrheitlich im Besitz der Deutschen Bank.
Im März 1903 unterzeichnete die Deutsche Bank schließlich doch die sogenannte Bagdadkonzession. Der Weiterbau der Bahnlinie von Konya über das Taurus- und Amanusgebirge nach Mosul, Bagdad und Basra ging in Etappen von jeweils 200 Kilometern weiter. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs wurden rund 600 Kilometer fertiggestellt. Dennoch fehlten bis Bagdad noch immer 650 Kilometer. Krieg und der Zusammenbruch des Osmanischen Reichs brachten die Bauarbeiten völlig zum Erliegen. Erst in den Jahren 1936 bis 1940 baute der irakische Staat die Bagdadbahn zu Ende. Am 15. Juli 1940 konnte der erste Reisezug von Istanbul nach Bagdad fahren.
 
Das erste Logo der Deutschen Bank war der "Kaiseradler" mit Krone und den Initialen "DB". Er blieb ca. 60 Jahre das Emblem der Bank bis zur Fusion mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929. Das Logo sah äußerlich dem preußischen und dem Reichsadler ähnlich. Das Logo und der Name trugen mit dazu bei, daß die Bank häufig als "staatliche Institution" galt - praktisch die Notenbank Deutschlands.
Die Fusion mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929 brachte ein einfacheres Logo. Der neue Adler wurde vorallem auf Schecks, Sparbüchern und Kreditbriefen gedruckt.
 
1890 Gründung der Mannesmann Röhrenwerke
(mehr Infos über Mannesmann hier)

1897 Unter Führung der Deutschen Bank wird die Kommanditgesellschaft "Siemens & Halske" in eine AG umgewandelt.
Über Siemens finden Sie hier Infos.
Ab ca. 1935 verwendete die Deutsche Bank eine Buchstabenmarke, ein "DB" im Oval. Nach der Aufspaltung der Deutschen Bank in zehn Teilinstitute in den Jahren zwischen 1947 und 1952 übernahmen die regionalen "Teilbanken" die Buchstaben-Zeichen - mit ihren jeweiligen Anfangsbuchstaben.
Auch die drei Nachfolgeinstitute, Norddeutsche Bank, Rheinisch-Westfälische Bank und Süddeutsche Bank verwendeten von 1952 bis 1957 die Buchstaben-Marken mit je zwei stilisierten Münzrändern.
1903 Die Deutsche Bank erwirbt die rumänische Erdölgesellschaft Steaua Romana
1926 Die Bank beteiligt sich an der Gründung der Lufthansa und an der Fusion der Daimler Motoren Ges. in Stuttgart und der Benz & Cie. in Mannheim zur Daimler-Benz AG.
Im Sommer 1926 begannen die beiden führenden deutschen Kreditinstitute, die Deutsche Bank und die Disconto-Gesellschaft, die mehr als ein halbes Jahrhundert Hauptkonkurrenten gewesen waren, diskrete Sondierungen über eine Verschmelzung. Zunächst blieben die Gespräche jedoch ergebnislos. Fortschritte wurden erst erzielt, als sich die Deutsche Bank nach anderen Fusionspartnern umzusehen begann. Vor allem die Dresdner Bank war im Gespräch. Jetzt wachte die Disconto auf. Bei einem Treffen im schweizerischen Pontresina im Sommer 1929 zwischen den beiden Vorstandsmitgliedern Oscar Schlitter von der Deutschen Bank und Eduard Mosler von der Disconto-Gesellschaft begann der Plan Gestalt anzunehmen.
Es gelang, die Ergebnisse bis zum 26. September 1929 geheim zu halten. Erst während der Börsensitzung dieses Tages wurde bekannt, daß am Nachmittag die Aufsichtsräte beider Institute zusammentreten würden, um die Verschmelzung zu beschließen. Die Überraschung war groß.
Einen Monat später, am 29. Oktober 1929, genehmigten die Generalversammlungen beider Banken den Zusammenschluß zur "Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft". Damit war eine Bank geschaffen, die mit 800.000 Konten und 289 Filialen nicht nur das mit Abstand größte Kreditinstitut Deutschlands war, sondern auch an die größten englischen und amerikanischen Banken Anschluß gefunden hatte.
Durch die Zusammenlegung der weit verzweigten Filialnetze und der Berliner Hauptverwaltungen sollten die Verwaltungskosten spürbar gesenkt werden. Erreicht werden sollten diese Einsparungen auch über einen Personalabbau. Von den rund 21.000 Mitarbeitern der gemeinsamen Bank wurden rund 3.000 entlassen.
1931 Am 19. September 1931 wird zum ersten Male in Deutschland eine Bankenaufsicht eingeführt. Bisher gab es dies nur für die öffentlich-rechtlichen Sparkassen und für Pfandbriefgläubiger.
Die Deutsche Bank muss auf Grund der Bankenkrise 50 Millionen RM bei der staatlichen Golddiskontbank hinterlegen.
Am 13. Juli 1931 bereitete die Reichsregierung die Bevölkerung auf weitere finanzielle Schwierigkeiten während der kommenden Wochen und Monaten vor.
"Der Hoover-Plan hat der Finanzwirtschaft des Deutschen Reiches eine starke Entlastung verschafft. Eine große Geldsumme, auf deren Weiterbelassung das Reich Anspruch hatte, konnte den Banken zurückgegeben werden. Für die private Wirtschaft aber haben die Wochen, in denen um diesen Plan gerungen wurde, ungeheuren Schaden angerichtet. In die Milliarden gehende Summen, die vom Ausland kurzfristig nach Deutschland geliehen waren, sind angesichts der Unsicherheit der Lage zurückgezogen worden.
Auch heute ist volle Beruhigung noch nicht eingetreten. Wenn auch das Ziel sein muß, daß die deutsche Wirtschaft wieder dahin kommt, mit eigenen Mitteln zu arbeiten, so ist es doch jetzt notwendig, wenn nicht die schwersten Stockungen eintreten sollen, daß weitere Abzüge unterbleiben."
Kann eine Bank nicht mehr alle Auszahlungswünsche von Kunden bedienen, verliert sie das notwendige Vertrauen. Inhaber von Sparkonten werden diese dann kündigen, die Bank bricht zusammen. So geschah dies im Mai 1931 mit der Österreichischen Kreditanstalt in Wien. Ihr Zusammenbruch wirkte auch nach Deutschland hinein, wo wenige Wochen später die renommierte Darmstädter- und Nationalbank in Konkurs ging. Auch andere Banken gerieten in den Strudel. Flüssige Gelder von der Reichsbank waren nicht zu erwarten. Diese mußte auf die Stabilität der Währung Rücksicht nehmen und hatte erst 1923 mit viel Mühe die Inflationsmark auf eine stabilere Rentenmark umgestellt. So begann der Ansturm der Sparer auf ihre Bankkonten, um diese aufzulösen und vor dem Verlust durch Bankpleite zu retten. Dies ist natürlich "sicherste Mittel", um die befürchtete Gefahr auch tatsächlich herbeizuführen. Daß die Reichsregierung "Bankfeiertage" verordnete, an denen alle Kundenschalter geschlossen waren, konnte da auch nicht mehr viel retten. Der durchsichtige Trick vertiefte nur das Mißtrauen der Kunden.
1937 Der Name "Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft" blieb nur wenige Jahre in Gebrauch. Im Oktober 1937 verzichtete die Bank auf den umständlichen Doppelnamen und kehrte zur schlichten Bezeichnung "Deutsche Bank" zurück. Ein neues Logo wurde eingeführt
1945 Die Zentrale der Bank in Berlin wird geschlossen und die Niederlassungen im Osten durch die Russen besetzt. Die Bankleitung zieht nach Hamburg um.
1947 Nach dem Weltkrieg II wird die Bank in 10 Teilbanken aufgespalten
1949 Die "Berliner Disconto Bank" wird als Nachfolger der Deutschen Bank gegründet.
1952 Die Nachfolgeinstitute werden in 3 AG`s zusammengefasst:
- Norddeutsche Bank AG, Hamburg
- Rheinisch-Westfälische Bank, Düsseldorf
- Süddeutsche Bank, München und Frankfurt
1957 Die 3 AG`s werden wieder zur Deutschen Bank mit Sitz in Frankfurt.
Die Führer in den Banken hatten schon immer guten Kontakt zu den politischen Führern. Den größten politischen Einfluss, den ein Vorstandssprecher der Deutschen Bank bei einem deutschen Regierungschef auszuüben in der Lage war, hatte zweifellos Hermann J. Abs bei Konrad Adenauer. Die Lebenswege Adenauers und Abs kreuzten sich erstmals unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als beide im Aufsichtsrat der RWE saßen. Abs übernahm mit der Leitung der Kreditanstalt für Wiederaufbau eine der Schlüsselfunktionen des wirtschaftlichen Neubeginns in den drei westlichen Besatzungszonen. Seit dieser Zeit gehörte er zu den engsten Finanz- und Wirtschaftsberatern Adenauers. Als dann die Regelung der deutschen Auslandsschulden auf der Tagesordnung stand, berief Adenauer Hermann J. Abs zum Chefunterhändler der deutschen Delegation. Die langwierigen und komplizierten Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern wurden zu seinem politischen Glanzstück, gelang es doch mit dem Londoner Schuldenabkommen von 1953, die Kreditwürdigkeit Westdeutschlands im Ausland wieder herzustellen. Spätestens seit den Verhandlungen über die Auslandsschulden gehörte Abs zum engeren Kreis des Bonner Machtzentrums. Er war nicht nur im Kanzleramt regelmäßiger Gast, auch bei Kabinettssitzungen war sein fachkundiger Rat mehrfach gefragt. 1952 wollte ihn Adenauer sogar zum Außenminister machen. Als Adenauer aber sowohl im Kanzleramt als auch in der CDU-Fraktion auf Widerstand stieß, blieb er weiter Kanzler und Außenminister in Personalunion.
1959 Das Privatkundengeschäft wird eingeführt
1961 Die Deutsche Bank ist Konsortialführer bei der Ausgabe der VW-Volksaktie
Mehr Infos über VW finden Sie hier.
VW-Aktie
Bestell-NR.: D357
Beschreibung und Preise finden Sie hier
1996 Die ersten Banking Shops in Supermärkten werden eingerichtet.
1999 Bankers Trust wird übernommen und die Bank24 gegründet.
2001 Die Deutsche Bank geht an die Börse in New York
Die Zerschlagung und der Wiederaufbau der deutschen Großbanken
Das Deutsche Reich wird nach der Kapitulation 1945 in 4 Besatzungszonen eingeteilt. Alle Banken müssen ihre Tätigkeit einstellen - eine geschäftliche Tätigkeit ist verboten (lediglich Auskünfte dürfen erteilt werden). In der russischen Besatzungszone wurden die Banken entschädigungslos enteignet.
Die USA dezentralisiert die Banken - aus jeder Filiale wird eine eigene "Bank".
Die amerikanische Besatzungsmacht erließ am 6.5.1947 das Gesetz Nr. 57. Hiermit wurden die Filialen der ehemaligen drei Großbanken zu Bankinstituten zusammengefasst. Danach erließen die Franzosen und die Briten ebenfalls ähnliche Gesetze. Aus der ehemaligen Großbank "Deutsche Bank" wurden 11 Bankinstitute, aus der ehemaligen Großbank "Commerzbank" wurden 9 Bankinstitute und aus der ehemaligen Großbank "Dresdner Bank" wurden 11 Bankinstitute gebildet - die Namen dieser Institute durften allerdings keine Verbindung zur ehemaligen Großbank aufzeigen.
- 1947: In der US-Zone entstehen die ersten Landesbanken
- 1948: Auch in der britischen Besatzungszone werden Landesbanken eingerichtet
          Im Februar wird die "Bank Deutscher Länder" gegründet, die Vorgängerin der "Deutschen Bundesbank".
- 1948: Am 21. Juni wird die Deutsche Mark eingeführt.
- 1949: Aufgrund des Viermächtestatus in Berlin durfte erst in diesem Jahr eine Bank gegründet werden.
            Dies waren: "Berliner Disconto Bank" (Deutsche Bank), "Bank für Handel und Industrie" (Dresdner Bank)
           "Bankgesellschaft Berlin" (Commerzbank).
           Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden diese rechtlich selbständigen Banken in ihre Muttergesellschaften integriert.
- 1952: Hermann Josef Abs u.a. unterbreitet einen Vorschlag zur Wiedereinführung der drei Großbanken.
           Dabei soll jede der drei Großbanken drei Regionalbanken erhalten.
Deutsche Bank = Norddeutsche Bank (Hamburg), Rheinisch-Westfälische Bank (Düsseldorf), Süddeutsche Bank(München), Deutsche Bank (Berlin)
Dresdner Bank = Hamburger Kreditbank (Hamburg), RHein-Ruhr-Bank (Düsseldorf), Rhein-Main Bank (Frankfurt), Dresdner Bank Berlin)
Commerzbank = Bankverein Westdeutschland (Düsseldorf), Commerz- und Discontobank (Hamburg), Commerz- und Creditbank (Frankfurt), Commerzbank (Hamburg)
- 1957: Es entstehen die drei Großbanken
Die Kennzahlen Grundkapital
  2002 2003 2004 2005 2006
max. Aktienkurs (€) 82,65 66,04 77,77 85,00 103,29
min. Aktienkurs (€) 35,60 32,97 52,37 60,90 80,74
Überschuß (Mio €) 397 1.365 2.472 3.529 5.986
Filialen 1.711 1.576 1.559 1.588 1.717
dt. Filialen 936 845 831 836 934
Mitarbeiter 77.442 67.682 65.417 63.427 68.849
Mitarbeiter BRD 33.807 29.857 27.093 26.336 26.401
Anz. Aktionäre 512.616 502.714 467.603 411.593 348.196
Dividende 1.30 € 1.50 € 1,70 € 2,50 € 4,00 €
  2003 2004 2005 2006
Gesellschaften 17%   11%  
abh. Beschäftigte, Pensionäre 9%   8%  
sonst. Privatpersonen 9%   8% 14%
Unternehmen 65%   73% 86%

Aktionäre
  2003 2004 2005 2006
Deutschland 47% 49% 52% 54%
EU 28% 28% 30% 30%
Schweiz 13% 11% 6% 5%
USA 11% 10% 11% 10%
Andere 1% 2% 1% 1%
Linie
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